Ausbildung: Bibelerzählen

Ausbildungskurs „Bibelerzähler*in“ in zwei Modulen:

Modul 1: Mo. 22. bis Mi. 24. September 2025
Modul 2: Mo. 17. bis Mi. 19. November 2025

mit Jochem Westhoff

Voller Geschichten ist die Bibel, voller wunderbarer Geheimnisse und Erkenntnisse, voll von dramatischen und tröstlichen Geschichten. Sie wollen vor Kindern und Erwachsenen lebendig erzählt werden. Erzählen ist eine wunderbare Methode für den Religionsunterricht, für Kindergottesdienst und Gemeindearbeit. An diesen sechs Seminartagen werden wir lernen und üben, frei und ohne Buchvorlage, spannend und lebendig zu erzählen. Die beiden Termine können nur zusammen belegt werden.

Folgende Themen und praktische Übungen stehen auf dem Programm:

  • Erzählregeln
  • Fantasiebilder
  • Wörtliche Rede
  • Emotionales Sprechen
  • Entfalten von biblischen Texten
  • Pointieren
  • Abwandeln
  • Aus verschiedener Sicht erzählen
  • Typische Erzählfehler
  • Übungen zur Atmung, Kieferentspannung, Korkensprechen, Stimmbandmassage
  • Und immer wieder: Erzähl doch mal …

Den Abschluss des Kurses bildet ein (öffentlicher) Erzählabend vor Kindern und Erwachsenen in Heilbronn.

Veranstaltungsort:
Schloss Beilstein:
Schlossstr. 30, 71717 Beilstein
Telefon: 07062 3298

Kosten:
652 € für Unterkunft, Verpflegung, Kursmaterialien und Tagungsgebühren
Am besten bei der Kirchengemeinde anfragen, ob die Kosten zur Förderung Ehrenamtlicher übernommen werden.

Zielgruppe:
Pfarrer*innen, Diakon*innen, Jugendreferent*innen, Ehrenamtliche aus dem Arbeitsfeld »Kirche mit Kindern«, Erzieher*innen, RU-Lehrer*innen

Leitung:
Markus Grapke, Landespfarrer
Lutz Wöhrle, Landeskirchlicher Beauftragter für Kindergottesdienst in der Ev. Kirche Baden
Stefan Mendling, Pfarrer für Gottesdienste mit Kindern und Familien in der Ev. Kirche der Pfalz

Referenten:
Jochem Westhof, ehemaliger Referent für Kindergottesdienst in der Nordkirche und Ausbilder zum/zur Bibelerzähler*in, Hamburg, in Zusammenarbeit mit einer Schauspielerin und
einer Märchenerzählerin

Anmeldung: bis spätestens Do, 30. Juli 2025

Vernetzungstreffen Kirche Kunterbunt am 25.3.

Infos und Austausch für Initiativen in der Pfalz | Neues aus dem Deutschland Netzwerk

Ein Online-Treffen für alle, die Kirche Kunterbunt bereits gestartet haben oder kurz davor sind, loszulegen. Austausch, gegenseitiges Kennenlernen und Teilen von ersten Erfahrungen stehen im Vordergrund.

Starter-Seminar am 19.3.

Ein ONLINE-Workshop für alle, die loslegen wollen.

­Das „Starter-Seminar“ ist ein Angebot für alle, die mit Kirche Kunterbunt bei sich vor Ort loslegen wollen:

  • Welche Schritte sind nötig, um eine Kirche Kunterbunt zu starten?
  • Wie können die ersten Teamtreffen aussehen?
  • Wie gestalte ich eine Kirche Kunterbunt?

­­Unser Startertag gibt Antworten auf die grundsätzlichen Fragen vor dem Start bis hin zur Teamfindung und konkreten Aufgaben.

­Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Wollt ihr, dass bei euch auch mal ein Starterseminar stattfindet? Meldet euch!

Ruth und Noomi: 14.3. in Landstuhl

14. März 25 | 15 bis 18 Uhr | Landstuhl-Atzel
Hey, Godly Play: ein Nachmittag für euch!

Die „Godly Play-Werkstatt“ hat einen neuen Namen: Hey, Godly Play!

Wir erleben, ergründen und feiern miteinander eine Godly Play oder Gott im Spiel-Geschichte. Danach haben wir Zeit für einen Austausch.

Dieses Mal mit der Geschichte von Ruth und Noomi

Referentin: Ruth Magsig
Leitung: Sandra Stolz-Kipper

Ort:
Evangelisches Gemeindehaus
Sonnenstr. 10
D-66849 LANDSTUHL

Ein Gleichnis hilft dem anderen

Was passiert, wenn Gleichnisse miteinander kombiniert werden? Bericht über eine Godly Play-Werkstatt

von Stefan Mendling

„So wertvoll wie Gold – manche sagen sogar: wertvoller als Gold!“ Ja, Gleichnisse sind wertvoll, geheimnisvoll und herausfordernd. Wer Godly Play ein bisschen kennt, der weiß, was in Gleichnissen alles stecken kann. Vor allem soll aber bei Godly Play alles, was wir schon über das Gleichnis zu wissen glauben, in Frage gestellt werden. Denn erst dann kann ich mich neu auf das Gleichnis einlassen. Das haben wir in der Godly Play-Werkstatt in Landstuhl am 21. April mit Ruth Magsig erprobt: Sie hat zunächst das Gleichnis „Vom barmherzigen Vater und seinen beiden Söhnen“ erzählt und mit der Gruppe ergründet.

„Jedes gute Gleichnis zieht ein neues nach sich!“ Ruth Magsig kombiniert zwei Geschichten. Foto: Mendling

Die Freiheit, ein Gleichnis ganz anders zu verstehen

Die meisten Menschen kennen dieses Gleichnis wohl schon aus ihren Kindertagen – meist unter dem Namen „Der verlorene Sohn“. Doch dieser Titel allein interpretiert das Gleichnis bereits und gibt vor, wie ich es verstehen soll. Die meisten werden wahrscheinlich auch die gängige Deutung verinnerlicht haben, dass der Vater für Gott stehe, der „verlorene Sohn“ für den sündigen Menschen etc. Das führt leider immer wieder dazu, dass ich denke: Das Gleichnis hat mir nichts Neues zu sagen. Godly Play möchte mir die Freiheit zurückgeben, das Gleichnis auch mal ganz anders zu verstehen, neue Ebenen zu entdecken, mit neuen Deutungen zu experimentieren. Darum fordert uns Ruth heraus:

„Ob uns ein anderes Gleichnis dabei hilft, tiefer in dieses Gleichnis einzutauchen?“ Foto: Mendling

„Ich frage mich, ob uns ein anderes Gleichnis dabei hilft, noch tiefer in dieses Gleichnis einzutauchen?“ Sie holt eine weitere goldene Schachtel dazu. „Dies ist das Gleichnis von der kostbaren Perle“, beginnt sie die zweite Erzählung und lädt die Gruppe ein, nochmal mit ihr abzutauchen. Diesmal sieht die Ergründungsphase anders aus: „Nun frage ich mich, was wir aus diesem Gleichnis nehmen und in das andere Gleichnis legen könnten?“ Ein spannender Gedanke, der das Gleichnis vom barmherzigen Vater in einem anderen Licht erscheinen lässt: Ist der Sohn, der zurückgekehrt ist, für den Vater vielleicht die kostbare Perle? Oder ist der Vater diese Perle? Was passiert, wenn der Mann mit der Perle mit den beiden Söhnen zusammen am Tisch sitzt und sie sich darüber unterhalten, was im Leben wirklich wichtig ist? Diese und mehr faszinierende Fragen kommen, sobald diese Gleichnisse miteinander kombiniert werden. Ein neues Bild entsteht – im wahrsten Sinne, denn von dem einen Gleichnis wandern Teile in das andere und umgekehrt. „Jedes gute Gleichnis zieht ein neues nach sich!“, ist Ruth Magsig überzeugt. Und tatsächlich wird mir durch das Hin und Her, das Vergleichen und Kombinieren der beiden Geschichten etwas schwindelig. Genau das sei beabsichtigt, erklärt Ruth bei der Reflexionsrunde am Ende, „damit ich im Kopf loslasse, was ich bisher über die Gleichnisse gedacht habe.“

Faszinierende Möglichkeit für erfahrene Godly Play-Gruppen

Das stimmt: Durch das Kombinieren der Gleichnisse ist viel in meinem Kopf passiert, einiges durcheinander geraten und manches neu entstanden. Diese Art, ein Gleichnis mit einem anderen zu ergründen, ist für erfahrene Godly Play-Erzählerinnen und -Erzähler eine geniale Möglichkeit, mit einer ebenfalls erfahrenen Godly Play-Gruppe tiefer einzusteigen. Hier wird auf faszinierende Weise erlebt, dass Gleichnisse wirklich ein Schatz sind, der unendlich viel in sich birgt – und damit ganz klar wertvoller ist als Gold.

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